Als ich mich selbst zu lieben begann..

selbstliebe

 

Hallo ihr wunderbaren Seelen, 

gestern wurde ich gefragt, was man denn tun könnte, um sich selber so anzunehmen, wie man ist.
Daraufhin folgten noch Bedenken: 

Was ist, wenn ich mich nicht selber lieben kann?
Ich lehne mich ab, mag meinen Körper nicht, bin nicht schön und kann nicht wirklich was.
Meine Partnerschaften gehen immer wieder nach kurzer Zeit in die Brüche.
Ich kann mich nicht lieben, das wäre doch auch ein wenig egoistisch, oder?
Kannst du mir ein paar Anregungen geben, wie ich damit anfangen kann? “
Hmm. Das ist ja mal eine wunderbare, coole Frage.

Also ich möchte als erstes Mal mit einem Mythos aufräumen:

Selbstliebe hat nichts mit Egoismus zu tun. Selbstliebe ist eine achtsame, wertschätzende, liebevolle Art, mit sich selber umzugehen. Wenn du lernst, liebevoll zu dir zu sein, dich mit all dem, was dich ausmacht annehmen kannst und Verantwortung für dein Tun übernimmst, dann strahlst du diese liebevolle Art auch nach außen ab. 
Die Liebe, die du dir schenkst fließt über und kann in vollen Zügen mit anderen geteilt werden.

 Für mich habe ich immer ein Bild vor Augen:
In einem Brunnen, in dem kein Wasser ist, kann ich nicht schöpfen. Was will ich da nehmen? Aber
aus einem Brunnen, aus dem das Wasser ganz von alleine fließt, aus dem kann ich mit vollen Händen schöpfen. Und das Wasser füllt sich immer wieder von selber auf. Ich schöpfe sozusagen aus der Quelle.

 Nur aus einem vollen Brunnen

Vielleicht ist es für dich etwas ungewohnt, dir selber Liebe schenken zu wollen? Glaub mir, auch ich stand vor Jahren an einer ähnlichen Stelle wie du vielleicht jetzt.
Es ist wie eine neue Sprache zu lernen, oder?
Wenn wir uns mehr Liebe schenken wollen, kann es sich so anfühlen als müssten wir etwas machen was wir noch nie gemacht haben. 

Wir dürfen uns selber etwas schenken, was wir oft selbst nicht bekommen haben.

Wir müssen einen Umgang mit uns erlernen, den wir vielleicht nie erlebt haben.
Wir müssen etwas entwickeln, was in unserer Kultur selten geworden ist.
Umso wichtiger, dass wir lernen mit uns selbst liebevoll umzugehen.

Gerne gebe ich dir Anregungen aus meiner Praxis, wie du liebevoll mit dir selber umgehen kannst. Und glaube mir, ich selber brauchte lange Zeit, um von der Ablehnung in die Selbstliebe gehen zu können.
Heute schaffe ich es, auch in turbulenten Situationen im Feuer stehen zu bleiben und den Wirbelsturm an mir vorbei ziehen zu lassen.
Und wenn ich es schaffe, dann schaffst du es auch.

Anregung Nr. 1

Liebevolle Umarmung und Berührungen

Dich ansehen, betrachten, wirklich sehen und wertschätzen.
Annehmen, was in dir ist und was du bist, dich völlig akzeptierend
und in den Armen haltend.

Egal was passiert, sei liebevoll zu dir. Wenn dir bewusst wird, dass du deine Gefühle weggedrückt hast, statt sie anzunehmen, dann verurteile dich nicht, sondern nimm es so an, wie es ist. Du kannst dich selber umarmen, für dich da sein. Alles braucht seine Zeit.
Und ganz ehrlich: Auch wenn es dir noch nicht bewusst ist, wir halten uns am Tag tausendmal unbewusst. Egal ob du deine Hände ineinander verschränkst, deine Finger sich berühren, deine Hände auf deine Oberschenkel ruhen. All das ist ein Halten und Umarmen deiner selbst.
Wir haben nicht immer jemanden an unserer Seite, der uns körperliche Zuwendung schenken kann. Egal ob aus Dankbarkeit, Liebe oder Trost. Aber DU kannst immer ganz nah bei dir selber sein, wenn du es dir erlaubst.

Liebevolle Nebenwirkung:
Du entwickelst die Fähigkeit, dich so anzunehmen wie du bist. Mit allen Ecken und Kanten, mit allem was dich ausmacht. Somit entwickelst du ein Mitgefühl für dich selber. Gerade wenn du mal in alte Verhaltensmuster zurückfällst.
Ach ja, die Wissenschaft hat herausgefunden, dass du mit der Eigenumarmung auch körperliche Schmerzen lindern kannst.

PicMonkey Image

 

 

Anregung Nr. 2

Kurze Auszeiten im stressigen Alltag

Es tut gut, einmal am Tag eine Zeit einzuplanen, in der du alles stehen und liegen lässt und dich um dich selbst kümmerst.

Du kannst tanzen, schlafen, in die Natur gehen, kreativ sein oder etwas anderes tun. Hauptsache es tut dir gut.
Vielleicht denkst du jetzt, dass du dazu keine Zeit hast, der Alltag, die Kinder, der Haushalt, Partnerschaft… Ich kenne diese inneren Stimmen, die haben mich jahrelang festgehalten in meinem eigenen, selbstgebauten, inneren Gefängnis.  

Liebevolle Nebenwirkung: 
Wenn du dir einmal am Tag eine Zeit der Ruhe gönnst, sorgst du dafür, dass dein Körper und du ausgeglichener werden. Und wenn es „nur“ 5 Minuten am Tag sind, so sind es 5 Minuten nur für dich.

Auszeit

 

Anregung Nr. 3

Gefühle fühlen

Du darfst dir erlauben, deine Gefühle zu fühlen. Klingt einfach, oder?
Klar, die Gefühle zu fühlen, die uns glücklich, lebendig und zufrieden machen, sind oft leichter zu fühlen, als die, von denen du gelernt hast, dass sie sich nicht gut anfühlen. Angst, Traurigkeit, Frust, Wut etc. So oft verdrängen wir was wir fühlen – oder wir sind es gewohnt, alle Gefühle die nicht angenehm oder passend scheinen, weg zu drücken. „Unter den Teppich zu kehren“ wie man so schön sagt. Je mehr wir unsere Gefühle ablehnen, desto mehr lehnen wir uns selber ab. Wir machen unser Herz zu, weil wir nicht verletzt werden wollen. Wir werden uns selber fremd. Kennst du das Gefühl?

Übung:
Das nächste Mal, wenn ein Gefühl aufkommt – ob angenehm oder unangenehm – nimm es nur wahr. Nimm wahr, dass du gerade sauer, wütend, freudig oder lebendig bist. Du musst nicht mehr machen. Begegne deinem Gefühl offen, sei bereit es zu fühlen.

Liebevolle Nebenwirkung:
Du lernst dich und deine Gefühle immer besser kennen und musst keinen Kraftaufwand mehr betreiben, um deine Gefühle wegzudrücken. Die gewonnene Kraft verwandelt sich automatisch in mehr Lebensfreude und Ausgeglichenheit. Du wirst auch viel authentischer und dein Selbstwert wird gesteigert. Und was glaubst du, wie sexy das auf Andere wirkt?

gefühle fühlen

Anregung Nr. 4

Liebevoller Atem

Was ist das denn jetzt schon wieder, wirst du dich fragen. 
Ich habe den weichen Atem von Lea Hamann kennen gelernt. Wir nehmen unseren Atem nicht wirklich wahr, weil es uns atmet. Er ist automatisiert und das ist auch gut so. Als Kind hatte ich oft Kopfschmerzen, stand unter Anspannungen und Druck. Ich sollte gewisse Atemübungen machen, damit ich mehr zur Ruhe komme. Auch später in meinen Ausbildungen lernte ich eher ein tiefes, kräftiges, stark gesteuertes Atmen. Das hat mich immer gestresst. 
Erst als ich den weichen Atem kennen gelernt habe, konnte ich mich innerlich entspannen. Heute nutze ich ihn, um immer wieder in mein Gleichgewicht zu kommen. 
Und das liebevolle Atmen ist keine Technik, sondern du lernst, dich auf deinen eigenen Atemrhythmus einzulassen.

Übung:
Lehn dich zurück, nehme deinen Atem wahr und lass dich in deinen Körper sinken. Spür, wie du ein- und wieder ausatmest. Wie es dich atmet. Du musst nichts verändern, sondern nur wahrnehmen.

Wenn du innere Blockaden oder eine Anspannung spürst, dann fühle, wie der liebevolle Atem ganz weich diese Blockaden umspült. Vielleicht auch zum Schmelzen bringt.
So kannst du immer mehr in deine innere Mitte sinken, ins Gleichgewicht kommen.
Hier noch eine Aufnahme von mir zu dir. 

Liebevolle Nebenwirkung:
Du hast den Atem immer bei dir und kannst ihn überall anwenden. Egal ob in der langen Schlange an der Kasse, an der roten Ampel oder im Betrieb.

Atempause

 

Anregung Nr. 5

Herz- Kopf- Verbindung

Vor Jahren war ich eine längere Zeit mit einem Schamanen unterwegs. Es sagte zu uns: Der längste Weg, den wir in unserem Leben zurücklegen müssen, ist der Weg vom Kopf zum Herzen. Vor ca. einem Jahr habe ich einen wissenschaftlichen Bericht gelesen, in dem es um die Koordination zwischen Herz und Gehirn ging. Das fand ich total spannend.
Die Wissenschaft hat in den 90er Jahren festgestellt, das in unserem Herzen ähnliche Zellen sind, wie in unserem Gehirn.
Man spricht auch vom Herzgehirn, weil die Zellen in einer sehr hohen Anzahl im Herzen vorhanden sind.  Die Herzzellen sprechen unabhängig vom Gehirn und sie haben ihre eigene Sprache. Es ist keine Sprache der Wörter, sondern sie sprechen mit uns durch Gefühle, Intuition und Emotion.
So, jetzt aber wieder zu dir und wie du lernen kannst, mit Hilfe des Herzgehirns den Weg zwischen Kopf und Herz zu überwinden. Denn eines ist klar: Beides ist wichtig und beide brauchen wir, wenn wir den Weg in die Selbstliebe gehen wollen.

Hierzu möchte ich dir eine Übung schenken, in dem du lernen kannst, deinen Verstand mit dem Herzen zu verbinden.

Liebevolle Nebenwirkung:
Du lernst, dich mit deiner Dankbarkeit, deiner Wertschätzung, deinem Mitgefühl und deiner Fürsorge zu verbinden. Du kommst mit dieser Übung immer mehr in deine innere Mitte, in dein Gleichgewicht, in deinem Körper und in deinem Leben. Du kannst mit jeder Situation besser umgehen die dann auf dich zukommt. Einfach aus dem ausgeglichenem Moment heraus.

     Herz-Kopf-Übung       

grateful

 

Anregung 6

Verbinde dich mit der Natur

Was ich in der Zeit, in der ich sehr intensiv schamanisch unterwegs war, gelernt habe, war, das wir mit allem verbunden sind. Mit der Natur, den Blumen, dem Baum, den Tieren, mit Mutter Erde und ja sogar mit den Steinen. Als ich das hörte, ging einiges an Abwehr, aber vor allem an Neugierde durch meinen Körper. Mit dem Stein, der nach außen hin sehr leblos scheint, soll ich verbunden sein?

Wenn möglich, verbinde ich täglich mit der Natur, in dem du rausgehst. Nimm den Schmetterling wahr, der dich gerade auf deinen Weg begleitet. Nimm die Blume am Wegesrand wahr. Vielleicht kannst du sie auch riechen? Nimm wahr, wie Mutter Erde dich trägt und was sie alles an wunderschöne Geschenke für dich bereithält. Nimm die Sonne, den Regen, die Wärme oder die Kälte wahr.

Liebevolle Nebenwirkung:
Je mehr du lernst, wahrzunehmen was dich gerade umgibt, umso mehr bist du im Hier und Jetzt. Und wenn es nur ein Bruchteil einer Minute ist. Die Schönheit in deinem Leben zu entdecken, macht dich ruhiger, entspannter, ausgeglichener und glücklicher.
Vorsicht: Wo deine Freude wirken darf, kann Lebenskraft nur folgen. Cool oder?

schön ist was du mit liebe betrachtest

 

Anregung 7

Nimm deine inneren Bedürfnisse wahr

Egal wie alt wir sind – wir bestehen aus unterschiedlichen Anteil, die unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Jeder von uns hat ein inneres Kind, das sich nach Geborgenheit sehnt, eines das spielen möchte, das andere ist wütend oder traurig, weil es sich nicht geliebt und sicher fühlt. 

Wenn Bedürfnisse und Gefühle aufkommen, die du nicht einordnen kannst, frage dein inneres Kind oder dein innerer Anteil: Welcher Anteil von mir will gesehen werden? Welcher Anteil in mir fühlt sich nur noch überfordert, gestresst?
In der Regel wirst du feststellen, dass unser inneres Kind gerade mit seinem Bedürfnis oder mit seiner Not gesehen werden will. Das reicht oft schon.

Wenn wir diesen Anteil dann liebevoll umarmen, es wahrnehmen und ihm einen sicheren, liebevollen Raum in unserem Herzen schaffen, dann beruhigt sich dieser Anteil wieder.

Wenn mein inneres Kind in mir wütet, tobt oder nach Aufmerksamkeit schreit,  dann nehme ich es liebevoll in den Arm und stelle mir vor, wie ich es in den Zauberkindergarten ganz tief in meinem Herzen bringe. Dort kümmern sich liebevolle Feen um es. Es kann dort spielen, toben und glücklich sein. Es wird gesehen und geliebt.

Liebevolle Nebenwirkung:
Du lernst noch viel besser für dich zu sorgen, wenn du die Bedürfnisse deiner inneren Anteile erkennst. Du lernst auch, dich immer mehr liebevoll anzunehmen.

Anregung 8

Liebevolle, gesunde Ernährung

Keine Angst, ich werde dich jetzt nicht überzeugen wollen, zu einem Vegetarier, Veganer oder sonstiges zu werden.
Eine gesunde Ernährung fängt in unserem Inneren an. Wir dürfen wieder lernen, unseren Körper zu fragen, was er gerade an Nahrung braucht, damit er gesund und kraftvoll den oft stressigen Alltag bewältigen kann.

Doch Vorsicht: Oft greifen wir gerade an stressigen Tagen zu übermäßigen Verzehr an Süßigkeiten, Fast Food, Alkohol oder Kaffee.  Aber auch wenn wir Liebeskummer haben,  Herausforderungen bewältigen müssen oder nicht liebevoll mit uns umgehen.
Frage deinen Körper was er gerade braucht, damit er nicht fehlende Liebe mit Essen konsumieren muss. Entwickle eine liebevolle Ernährung und sei nicht zu streng mit dir.

Liebevolle Nebenwirkung:
Je mehr du auf dich achtest, dich liebevoll ernährst umso genussvoller wird dein Leben. Oft fallen auch überflüssige Pfunde wie von allein von dir ab.
Herzspiegelei 1

 Anregung 9

Finde ein JA zu dir und ein JA zu deinem Leben

In meinem Leben fiel es mir sehr schwer, ein JA zu mir zu finden. Mir ist irgendwann aufgefallen, dass es mir aber auch schwerfiel, ein Nein zu sagen. Also Grenzen zu setzen. Oft bin ich wie ein Chamäleon, das sich den Gegebenheiten und Bedürfnissen Anderer anpassen kann. Das sind super Fähigkeiten, aber oft ging ich auch über meine eigenen Bedürfnisse hinweg.Gerade in  meiner Partnerschaft zu meinem Herzensmann fiel es mir immer deutlicher auf:
„Petra, was willst du heute essen?“ – „ Egal, worauf hast du denn Hunger?“
„Petra, was wollen wir heute machen?“ – „Hmmm, ich bin flexibel, worauf hast du Lust?“
Auf Dauer ist das ziemlich langweilig, oder? 

Achte auf deine Grenzen, auf dem was DU gerade willst und was DU nicht willst. Teile es deinem Partner, deinen Freunden, deinen Kindern mit.  Sei liebevoll mit dir selber. Finde ein JA zu dir.

Ein wunderschönes Ritual, was mir geholfen hat, ein JA zu mir zu finden, war die Vermählung mit mir selber. Ja, du liest richtig. Ich habe mir selber 2011 mein JA-Wort gegeben.
Wenn du mehr darüber wissen willst, ich biete mit meiner Kollegin und Soulsister Anja Wilken auf Kreta immer Ende April das Seminar Heirate dich selbst dazu an.

Liebevolle Nebenwirkung:
Je mehr Liebe du zu dir selber entwickeln kannst, um so zufriedener und ausgeglichener wirkst du auf Andere. Je klarer dein JA zu dir ist, umso klarer wird dein JA zu deinem Gegenüber. Das macht dich authentischer und Du entwickelst ein gesundes Selbstvertrauen. Du strahlst eine innere Wärme und Zufriedenheit aus.Ja zu dir

 

Anregung 10

Feier dein Leben, feiere dich

Hey, du bist ein wunderbares Wesen. 
Du bist einzigartig und dich gibt es kein zweites Mal auf dieser Welt.
Du bist etwas Besonderes
Es ist eine Ehre dir zu begegnen.
Schön, dass es dich gibt. Danke für das Geschenk, das du der Welt mit deinem Hiersein machst. 

Ich lade dich ein, dir jeden Tag einmal klar zu werden, was du heute alles geschaffen und getan hast.
Lehne dich kurz zurück und schau auf das, wofür du heute dankbar sein kannst.
Für die heiße Dusche am Morgen, den dampfenden Tee auf dem Balkon oder in der Mittagspause aber auch für ein Lächeln das du einer anderen Person geschenkt hast?  
Schau auf das, was du heute lernen durftest.
Was hat dich bewegt?
Was hast du über dich erkannt?

Und dann feiere dich. Nicht nur einmal im Jahr, sondern täglich. Mach dir selber Geschenke, indem du liebevoll zu dir selbst bist.

Liebevoller Nebeneffekt:
Du strahlst Liebe aus und wirst zur Liebe für Andere. Du bist wie du bist und das ist das Beste, was dir passieren kann.

Ich bin es wert

Gerne kannst du dich bei Fragen an mich wenden. Ich stehe dir gerne zur Verfügung. 

Ganz lieben Herzensgruß

Deine Petra Biefang